Was bleibt – Literarische Objekttexte von Katharina Hartwell

Die „Beredsamkeit der Dinge“ geht in die fünfte Runde.

Für die literarische Intervention der Friedenstein Stiftung Gotha hat sich die Schriftstellerin Katharina Hartwell in das Herzogliche Museum Gotha begeben und eine Handvoll Lieblingsobjekte ausgesucht, zu denen sie Kurztexte verfasst hat. Maximale Zeichenzahl, typisch Objekttext: 600, ohne Leerzeichen.

Das Ergebnis? Acht Miniaturen, in denen die Autorin mit Witz und Tiefgang das Museum als Ort der Verweigerung zeichnet: gegen das Vergessen, Verblassen, Verschwinden. Unter dem Titel „Was bleibt“ hat sich Katharina Hartwell in der literarischen Betrachtung ihrer Objekte auf die Spannung zwischen Vergänglichkeit und dem Wunsch nach Erhaltung konzentriert.

Dennoch scheinen Umbruch und Ende allgegenwärtig: in Katzenmumien und Grabbeigaben, ewigen Städten und bereits welkenden Blumen. Was ist eine Ausstellung, fragt vielleicht besonders der Text zu Hainz‘ Wunderkammer, wenn nicht das Zelebrieren des Festhaltens – an einer Welt, einem Wert, einem Wissen, oder vielleicht auch nur: einer geliebten Katze.

Das Ergebnis lässt sich hören. Hier! (Eingelesen von der Autorin selbst.)

Die Autorin:

Katharina Hartwell, 1984 in Köln geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main und anschließend Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie hat drei Romane im Berlin Verlag veröffentlicht, zuletzt „Große Lieben“ (2025). Für ihre Kurzprosa wurde sie mit dem MDR Literaturpreis sowie dem Würth-Literaturpreis ausgezeichnet. 2013 war sie Sylter Inselschreiberin. Unter anderem erhielt sie Aufenthaltsstipendien am Literarischen Colloquium Berlin, im Künstlerdorf Schöppingen und an der Akademie Schloss Solitude. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Mit „Was bleibt“ folgt sie Isabelle Lehn, Yannic Han Biao Federer, Miku Sophie Kühmel und Elisabeth R. Hager nach.

Was bleibt – Literarische Objekttexte von Katharina Hartwell

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